6:0 gegen die Slowakei gewonnen, die Playoffs abgewendet und das direkte WM-Ticket gelöst – die deutsche Nationalmannschaft kann aufatmen.
Trotzdem zählt Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann (52) das DFB-Team lediglich zum „erweiterten“ Favoritenkreis bei der WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada – und mahnt, sich nicht blenden zu lassen!
Hamann im Interview mit „ran“: „Wichtig war jetzt erst mal, als Sieger aus der Gruppenphase rauszukommen und damit direkt qualifiziert zu sein. Trotzdem haben sie es geschafft, wenn auch mit etwas Bauchschmerzen. Aber man hat gesehen, dass es in Europa zwei, drei Mannschaften gibt, die besser sind als wir.“
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Wie etwa „die Engländer, die Franzosen oder die Spanier. Also wir werden bei der WM im erweiterten Kreis sein, aber Stand heute mit Sicherheit nicht im engeren Favoritenkreis. Und ich glaube auch nicht, dass sich das bis nächsten Sommer groß ändern wird.“
Aber: Die WM 2002 in Japan und Südkorea habe gezeigt, dass das nichts bedeuten muss. Damals zählte Deutschland ebenfalls nicht zu den Titelfavoriten, hatte sich über die Playoffs qualifiziert und scheiterte aber erst im Finale an Brasilien (0:2).
Hamann ist überzeugt, dass der deutliche Sieg gegen die Slowakei Bundestrainer Julian Nagelsmann – nach der ansonsten durchschnittlichen WM-Qualifikation – „einen Schub“ gebe und erst mal wichtige Ruhe schaffe.
Dass Nagelsmann die Tür für weitere Kandidaten im Kader offen hält, findet der ehemalige Bayern-Profi zudem richtig: „Denn ich würde mich von dem einen Spiel jetzt auch nicht blenden lassen.“
Ein Dortmunder könnte für Hamann künftig allerdings eine entscheidende Rolle spielen bei der Nationalmannschaft: „Man hat gesehen, dass ein Nmecha, wenn er fit bleibt, in der Mitte spielen sollte oder spielen muss. Er könnte ein Schlüsselspieler werden.“
Vielleicht kommt es dann ja wieder zu einer Überraschung wie bei der WM 2002 …



